Auf ein gesegnetes 2020!


Es kommt nicht auf die Minute an, nicht auf die Jahreszahl und nicht darauf, was wir bis heute 24 Uhr alles erreicht haben oder auch nicht. Der Zeiger rückt ein Stückchen weiter, und wir haben wieder die Chance, etwas besser zu machen als in der vergangenen Minute oder Woche. Im vergangenen Monat oder Jahr.

Ich nehme mir vor, morgen möglichst gut zu sein. Gut, in dem, was ich denke, sage und tue. Gut zu anderen. Gut zu mir. Wenn ich das morgen schaffe, ist das ein wunderbarer Anfang eines neuen Tages, Monats, Jahres. Wenn ich nicht mit mir zufrieden bin, habe ich übermorgen eine neue Chance.

Es sind die kleinen Schritte, die unseren Weg ausmachen. Sie sind überdies auch leichter zu planen und zu überdenken.

Ich glaube – hilf meinem Unglauben, so lautet die Jahreslosung 2020. Wie gut, dass ich immer unsicher sein darf, ungläubig, und stets einen neuen Versuch habe. Wie gut, dass mein Leben nicht passwortgesichert ist und dass ich so viele Fehler machen kann, wie nötig sind, ohne gesperrt zu werden. Was für Aussichten auf ein hoffnungsvolles neues Jahr.

Ich wünsche Euch allen ein gesegnetes, gesundes 2020. Mit Erwartungen, die so klein sind, dass ihr sie groß erfüllen könnt. Und mit Träumen, die so groß sind, dass sie euch treiben und leiten und begleiten. Vor allem aber mit Menschen, die Euch freundlich oder liebevoll zur Seite stehen. Und mit solchen, die Ihr hilfreich oder liebevoll begleitet.

Joyeux Anno New


Weltuntergangsgedanken haben Menschen vielleicht schon immer bewegt, an der Schwelle zu einem neuen Jahr. Gefolgt von Katerstimmung am nächsten Morgen. Wie unnötig. Wie unsinnig. Wie vermessen. Unsere Zeit ist von uns Menschen geschaffen. Nicht einmal auf diesem so begrenzten Erdenrund verfügen wir über eine einheitliche Messung und Bestimmung von dem, was uns mal zwischen den Fingern zerrinnt und mal wie Blei das Atmen erschwert.

Vielleicht existiert „Zeit“ in einer anderen Galaxie, von anderen Wesen anders gemessen. Ich finde die Erkenntnis, dass es sich hierbei um eine menschliche Illusion handelt, bzw. um ein Instrument, um die Handlungsabläufe unseres Lebens zu koordinieren, gerade an Tagen und Abenden wie diesem sehr beruhigend. Was meint Ihr?

Zelebriert die Illusion also ganz, wie Ihr es möchtet, begeht den fiktiven Übergang im Fluss einer Utopie so, wie es Euch am angenehmsten ist. Feiert und tanzt, esst und trinkt, schlaft und träumt. Wenn möglich allerdings ohne Feuerwerk und Knallkörper, denn die schaden der gesamten nicht-menschlichen Umwelt, das ist vermessen, unsinnig und unnötig…..

Panta rhei. Morgen ist heute ist gestern.

Wir lesen uns.

A propos lesen: manche Texte sind auch 10, fast 11 Jahre nach ihrem Erscheinen noch interessant. Wie dieser hier:

https://www.focus.de/wissen/bild-der-wissenschaft/tid-8332/physik_aid_229939.html