Neinlassmich
und entschüpft meinem Mund
Zähne beißen
ins Leere beim
Versuch esssss
fessstzuhalten
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SO sieht das Leben aus!
Die Welt dreht sich weiter. Politiker kommen und gehen, entscheiden nach diesem Gutdünken oder jenem Gewissen. Katastrophen geschehen. Wunder auch.
Ich klinke mich aus, für eine Sonnenwoche. Geocaching, Spurensuche, Schattenspiele, Burgen aus Sand und Schaumkronenzählen am Strand. Mariebastide wird Stille produzieren oder Lyrisches, vielleicht, wenn die Insel einen Hotspot verortet. Genießt die süße Melancholie der verblasssenden Sommerdämmerung!
„Der Krieg dauerte sieben Jahre, kostete 4400 US-Soldaten das Leben und den amerikanischen Steuerzahler eine Billion Dollar: Jetzt hat die US-Armee ihre Kampftruppen aus dem Irak abgezogen“ – so titelt der Stern heute zum Abzug der letzten US-amerikanischen Kampfeinheit aus dem Irak.
Drei Fragen stellen sich mir beim Lesen: 1. Ist es präzise, das, was da heute zu Ende geht, als „Krieg“ zu bezeichnen? 2. Wie hoch waren die Verluste auf Seiten der anderen Kampfbeteiligten? und schließlich: 3. Wenn jedem Ende ein neuer Anfang innewohnt: was beginnt ab heute? Im Irak? Oder auf den Kriegsschauplätzen, auf die sich die Auseinandersetzung verstärkt verlagern wird? Weiterlesen „Auszug aus Arabien“
Haben Sie heute schon geviewt? Ich wohl.
Beim Milchholen die Straße entlang. In’s Nachbarfenster. Über den frisch gestrichenen Balkon durch die schrägen Rolläden hindurch. In’s Blumenschaufenster.
Beim E-Mail-Lesen. Auf ein Wohnhaus in Washington, dessen Street-View-Bild mir jemand gemailt hat, weil es in ihm Reminiszenzen an vergangene Leben aufwühlt.
Bei Google-Maps. Ich war auf dem Boul Mich und habe eine dicke Frau – nicht Dame – hinter einem Laternenpfahl hervorplatzen sehen. Für immer bis zur Fotoaktualisierung. Ich habe gesehen, woher die labbrigen Weichkuchen kommen, die im Münchner Hauptbahnhof angeboten werden, die Heimstatt der Brioche Dorée. Weiterlesen „Heute schon geviewt?“
Der Park ist grasgrün. Die Büsche tragen ein gelb marmoriertes Oliv. Dahinter ragt in stoischer Eigenheim-Ruhe Jahrtausendwend-Architektur regengrau gesträhnt. Der Himmel spannt sich darüber, faltenlos blau, sommersatt glänzend und hitzerund.
Auf dem knirschenden Kies bewegt es sich langbeinig schattenhaft weiß. Dichtes Tuch streift das Gras legt die Gänseblümchen flach. Die Frau zeigt dem Licht nicht die kleinste Fläche gläubiger Haut. Ihr Kopf steckt fest im himmlischen Blau, wie eine allegorische Antwort auf meine sinnlose Frage.
Männer, was zieht ihr uns an?
Fast wäre das gestern der Tag der Deutschen Einheit geworden. Fast. Nach 20 Jahren konsumertränkter Lethargie ging ein Ruck durchs Volk, medial gepuscht. Nicht geputscht. Leider. Und nur der plötzlich einsetzenden „Rationalisierung“ im Denken der ewig-Gestrigen ist es geschuldet, dass der Ruck das Wasserglas zwar stürmisch schüttelte, am Ende aber nichts verschüttet wurde von der ehrenrührigen Flüssigkeit im Wahlverhalten. Um Schadensbegrenzung bemüht lobte die schwarz-gelbe Einigkeit das blasse Produkt der dritten Wahl in die erste Klasse hinauf. Was war geschehen? Da hatte ein Mann aus dem Volk, aus dem Kirchenvolk, sogar, etwas mobilisiert, in uns. Mitten in der empatisch-emotionierten Euphorie zwischen Schland und Torwand traf er mitten hinein. Ins Herz. Stein-erweichend. Und es fielen die Mauern politischer Gleichgültigkeit, und es wären beinahe auch die Aktienkurse gefallen. Undenkbar, ein Oppositionskandidat macht das Rennen? Die politische Stabilitätsgarantie der Banker wäre dahin gewesen. Nun ja, Parteipolitik und Karriereüberlegungen sei dank, es ist nicht so weit gekommen.
Dabei hätte er uns vielleicht gut getan. Hätte vielleicht etwas christlichen Hauch in die Staatsgrandezza gebracht. Eine basisdemokratische Nostalgie, vielleicht. Viel und leicht, vielleicht. Ganz zu schweigen vom Imagegewinn des angeschlagenen Klerus! Nun, unter Umständen bahnt sich da eine ganz neue Elite an, in der zweiten Reihe. Von Käßmann bis Gauck. Aber was ist mit Mixa? Nixda.
„Global brutal“ heißt der Titel eines Buches von Michael Chossudovsky. Entfesselter Welthandel, Armut und Kriege sind eine Facette der Globalisierung. Einer anderen begegne ich in der Münchner U-Bahn. Schwarz neben weiß neben braun sprechen oder radebrechen. Tippen auf die gleichen Microtasten, tragen gleiche Propfen in den Ohren, nur die Rhythmen, die mir auf die Nerven tropfen, sind verschieden. Weiterlesen „VuvuSeelen“
Sie ziehen ihre Spuren durch den Park. Schneckenläufe zwischen flüsternden Geschichten, Einsamheiten in den Fängen blattverliebter Lispelwinde. Weisheitsweiß von Blickwipfel zur Hosenspitze schlendern sie zwei Finger breit
über den Schattenwegen. Dunkle Ausweichaugen werfen ihre Ruten hinter deinem Rücken. Manche schleppen einen Hund im Tau, auch er nur eine blass getuschte Täuschung alternder Lebendigkeit. Andere kleben harzbeträumt auf braunen Bänken ohne Sonnenmut. Schießen stumm und nachgespäht Vermutungen auf deinen Gang. Gartenzwerge Restbestände eines ausgespielten Liebesmemory.
Hungrige speisen, Durstige tränken, Kranke pflegen. Drei von sieben Werken der Barmherzigkeit, die das Christentum als Beispiele für Hilfeleistungen kennt und nennt. Hilfeleistungen, die zum sozialen Funktionieren einer mit-menschlichen Gesellschaft nötig sind. Hilfeleistungen, die Christen aus ihrer religiösen, aus ihrer an Christus angebundenen Glaubensgewissheit heraus leisten. Sollten….! Weiterlesen „Professionelle Barmherzigkeit?“